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Mittwoch, 21. Juli 2010

Konferenz Kriegsliteratur etc.

War - Literature, Media, Emotions - Aarhus 09/10
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Prof. Dr. Søren Fauth, University of Aarhus; Kasper Green Krejberg, M.A., University of Aarhus; Dr. Jan Süselbeck, Philipps-Universität Marburg, Aarhus 02.09.2010-04.09.2010, University of Aarhus

Kriege haben schon immer starke Emotionen hervorgerufen. Mit der Wandlung ihres Charakters in der Moderne hat sich ihre Wahrnehmung jedoch verändert. Vor allem durch die Medien, die sowohl auf die zivile als auch die militärische Welt Einfluss nahmen, um eine bestimmte Vorstellung des Krieges zu vermitteln. Unbestreitbar ist, dass die Nachrichtenmedien, der Film und die Literatur dem Publikum die Kriegsschauplätze in aller Welt nach wie vor auf verschiedenste Weise zugänglich machen; ebenso evident ist es, dass dies durch den massiven Einsatz von pathos- und emotionsbetonten Wirkungsmitteln geschieht.

Die Tagung möchte der Frage nachgehen, warum Repräsentationen des Krieges zugleich anziehend und abstoßend wirken; warum der Krieg in der aktuellen Medienlandschaft - vom Internet über den Unterhaltungsfilm bis hin zur experimentellen Kunst und zur Literatur - so viel Aufmerksamkeit bekommt, und welche Bedeutung die emotionalen Effekte der Kriegsvermittlung für individuelle und kulturelle Auffassungen des Krieges ­- und damit nicht zuletzt auch für künftige politische Entscheidungen über Krieg und Frieden ­- haben.

Die Aarhuser Tagung bezieht sich auf jenes interdisziplinäre Forschungsfeld zwischen Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft, das spätestens seit dem Beginn des sogenannten 'Kriegs gegen den Terror'
nach dem 11. September 2001 im Zentrum wissenschaftlicher Debatten steht. Die exzessive internationale Beachtung unseres Tagungsthemas hängt mit der derzeitigen Allgegenwärtigkeit von Kriegsbildern und -erzählungen zusammen, wobei zu beachten bleibt, dass die faktischen Kriegsereignisse meist nach wie vor weit entfernt von den kulturellen Zentren des Westens stattfinden, in denen man nach wie vor relativ gelassen "das Leiden anderer betrachten" kann, um einmal Susan Sontag zu zitieren. Gerade in einer solchen Zeit, in der die medialen Repräsentationen des Krieges - mehr noch als konkrete Kriegserfahrungen oder ­-drohungen ­- unsere Einstellung zum Krieg weiter maßgeblich bestimmen, erscheint eine eingehende Untersuchung dieser folgenreichen Darstellungsweisen um so wichtiger.

Sämtliche Vorträge sind öffentlich. Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Thursday

17.00 Registration
18.00 Welcome to the conference

18.15 Opening address / Eröffnungsvortrag

Prof. Dr. Hermann Kappelhoff (Berlin): "Sense of Community": Die Filmische Komposition eines moralischen Gefühls

19.30 Dinner (at the university)

Friday

Session 1: The intermingling of visual and textual war representations / Mischformen visueller und textueller Kriegsdarstellungen

09.15 Prof. Dr. Jürgen Brokoff (Yale/Bonn): "Nichts als Schmerz" oder
mediale "Leidenspose"? Visuelle und textuelle Darstellung von Kriegsopfern im Bosnienkrieg (Handke, Suljagic, Drakulic).

10.00 Kasper Green Krejberg, M.A. (Aarhus): The Anxiety of Emotional
Identification. W.G. Sebald, Michael Haneke and the Aesthetics of Indirection in Contemporary War Stories

11.00 Anders Engberg-Pedersen, M.A. (Harvard): Tact: Warfare and The
Art of Judgment

12.00 Lunch

Session 2: Emotional and aesthetic aspects of war coverage in the media / Emotionale und ästhetische Aspekte der Kriegsberichterstattung in den Medien

13.30 PD. Dr. Thomas F. Schneider (Osnabrück): Ikonenbildung mittels
Emotionalisierung. Bilder des Todes in der Kriegsberichterstattung in Fotografie, TV und dem Internet

14.15 Dr. Mikkel Bruun Zangenberg (Odense): The Military Blog as Truth
Witness?

--- 15 min break ---

Session 3: The ambivalence of emotions: War cinema-antiwar cinema / Ambivalenz der Affekte: Kriegsfilme-Antikriegsfilme

15.15 PD Dr. Manuel Köppen (Berlin): Ästhetik der Gewalt in neueren
Kriegsfilmen

16.00 Dr. Lars Koch (Siegen): Angst im Nicht-Krieg - Der "Schläfer"
als "Sittenmonster"

16.45 Gerhard Lüdeker, M.A. (Bremen): Wüstenkrieger, Häuserkämpfer und
Rockstars: Figurenkonstruktionen und Emotionalität in Hollywood-Kriegsfilmen nach 09/11

--- 15 min. break ---

17.45 Prof. Dr. Linda Maria Koldau (Aarhus): Submarine Films as
Aesthetic Reflection of War History and War Strategy

18.30 Prof. Dr. Klaus Theweleit (Karlsruhe / Freiburg): "Totaler
Krieg" bzw. "Krieg total" in James Camerons "Avatar" und Jean-Luc Godards "Notre Musique"

19.15 Drinks

19.30 Conference Dinner

Saturday

Session 4: Emotional strategies and effects in war literature / Emotionalisierungsstrategien und -effekte in der Kriegsliteratur

9.15 Prof. Dr. Debra Kelly (Westminster): Ways of Living, Ways of
Dying: Lived Experience Past and Reading Experience Present in Life-Writing Narratives of the French Occupation

10.00 Dr. Jan Süselbeck (Marburg): "Ich komme nur ganz kurz hierher."
Zur Affektwirkung 'filmischer' Schnitt- und Überwältigungsästhetik in Christian Krachts Kriegsroman "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten" (2008)

--- 15 min break ---

Session 5: War literature between satire and slapstick / Kriegsliteratur zwischen Satire und Slapstick

11.00 Dr. Bernd Blaschke (Berlin): Emotionsmodellierungen in
theatralischen Kriegssatiren. Analysen zu Elfriede Jelineks Bambiland/Babel

11.45 Dr. Andrea Schütte (Bonn): Krieg und Slapstick. Kontrolle und
Kontrollverlust in Sasa Stanisic´s Darstellung des Bosnienkrieges

12.30 Lunch

Session 6: Affirmative heroisation in war literature / Affirmierender Heroisierung in der Kriegsliteratur

13.15 Dr. Christoph Jürgensen (Göttingen): Dichtung als Kriegsdienst -
Strategien der Mobilisierung in der Lyrik der Befreiungskriege

14.00 Dr. Marleen van Marwyck (Pune): "Nicht schrecklich bist du in
der Nähe anzuschaun, / Es zieht das Herz mich zu der lieblichen Gestalt". Emotionstheoretische Aspekte der Anmut als Gewaltästhetik um 1800

--- 15 min break ---

Session 7: Sympathy for the Devil - about hate and empathy in war literature / Sympathie für den Teufel - über Hass und Empathie in der Kriegsliteratur

15.00 Prof. Dr. Thomas Anz (Marburg): Freunde und Feinde.
Kulturtechniken der Sympathielenkung und ihre emotionalen Effekte in literarischen Kriegsdarstellungen

15:45 Prof. Dr. Svend Erik Larsen (Aarhus): After the battle: Cleaning
up inside and outside

16.30 Final discussion / Closing remarks

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Prof. Dr. Søren Fauth, University of Aarhus: tyssf@hum.au.dk. Tlf. +45
8942 6343
Kasper Green Krejberg, M.A., University of Aarhus: kaspergk@hum.au.dk.
Tlf. +45 8942 5238
Dr. Jan Süselbeck, Philipps-Universität Marburg:
jan.sueselbeck@staff.uni-marburg.de. Tlf. +49 6421 28 24937

(Website zur Tagung, mit Ankündigungstexten auf Deutsch, Englisch und Dänisch sowie weiteren Informationen zur Konferenz.)

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Freitag, 2. Juli 2010

Französische Almanachkultur im deutschen Sprachraum

Veranstalter: Prof. Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink, Universität des Saarlandes/Prof. Dr. York-Gothart Mix, Philipps-Universität Marburg, DFG-Projekt "Französische Almanachkultur im deutschen Sprachraum (1700-1815)" Marburg
Datum, Ort: 27.09.2010-29.09.2010, Philipps-Universität Marburg

Interdisziplinäre Tagung "Französische Almanachkultur im deutschen Sprachraum (1700-1815). Gattungsstrukturen, komparatistische Aspekte, Diskursformen" (27.09.-29.09.2010 an der Philipps-Universität Marburg)

Die gemeinsam von Prof. Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink, Universität des Saarlandes, und Prof. Dr. York-Gothart Mix, Philipps-Universität Marburg, veranstaltete Tagung "Französische Almanachkultur im deutschen Sprachraum (1700-1815). Gattungsstrukturen, komparatistische Aspekte, Diskursformen" soll sich dem bisher unerschlossenen und weitgehend unbekannten Textkorpus französischsprachiger Almanache widmen, die in der Zeit der Aufklärung, Französischen Revolution und Napoleonischen Ära im deutschen Sprachraum erschienen. Obwohl auch in der neueren Forschung auf die Bedeutung der französischsprachigen Zeitungen, Zeitschriften und Almanache im Alten Reich hingewiesen wurde, blieb die Erforschung des von den Zeitgenossen als Manie d’almanacs ironisierten Phänomens bis heute ein Desiderat. Gerhard Rudolphs Einschätzung, die „Fülle der Almanach- und Taschenbuchliteratur“ sei „bisher noch nicht einmal in ihrer ganzen Variationsbreite bekannt“ ist immer noch zutreffend. Bei dem Korpus handelt es sich keineswegs nur um Übernahmen einzelner Werke oder modische anthologische Kompilationen aus dem Französischen, sondern auch um Übersetzungen aus dem Deutschen, wie der von Georg Christoph Lichtenberg in der für die Zeit außerordentlich hohen Auflage von 8000 Exemplaren publizierte Almanac de Goettingue dokumentiert. Außerdem finden sich zahlreiche Originalwerke, dennoch hat sich die nationalphilologisch orientierte empirische Rezeptionsforschung dieses Themas nicht angenommen. Auch in den Untersuchungen zur Übersetzungspraxis der Zeit wird auf die frankophone Almanachliteratur nicht eingegangen. Selbst in Ruth Floracks wegweisender, umfassender Quellensammlung Tiefsinnige Deutsche, frivole Franzosen spielt das Textkorpus keine Rolle.

Ziel der Tagung ist es, die französischsprachige Almanachkultur im deutschen Sprachraum thematisch, gattungstypologisch und bibliographisch zu analysieren, ihre inter- und intrakulturelle Verankerung anhand der Übersetzungspraxis und des Wissenstransfers komparatistisch zu untersuchen, die unter nationalphilologischen wie geschichtsteleologischen Prämissen konturierten Leitbegriffe wie Publikum, Öffentlichkeit, Bildungsnation, Adel oder Bürgertum auf der Grundlage neuer Quellenstudien zu problematisieren und die zeittypischen Formen literarischer Distinktion zu präzisieren. Lesen und Schreiben sollen nicht nur als „eine abstrakte Operation der intellektuellen Erkenntnis" (Roger Chartier) begriffen werden, sondern als Korrelat einer zeittypischen Kulturökonomie symbolischer Formen und Habitualisierungen. In diesem Kontext gilt es, bisher wenig beachtete Leserschichten und Kommunikationsformen zu konkretisieren und den Charakter der von der traditionellen Sozialgeschichte zu Quasi-Personen erhobenen Entitäten Publikum und Öffentlichkeit neu zu konturieren.

Die interdisziplinär angelegte Tagung verfolgt somit das Ziel, anhand eines repräsentativen und umfangreichen Textkorpus – aller nachweisbarer, zwischen 1700 und 1815 im deutschen Kulturraum gedruckten französischsprachigen Almanache – die Rolle der frankophonen Schrift- und Buchkultur in den deutschen und österreichischen Territorien sowie der Deutschschweiz zu konkretisieren. Diese Gebiete zeichneten sich im 18. Jahrhundert nicht nur durch eine intensive Übersetzungstätigkeit, vor allem vom Französischen ins Deutsche, sondern auch durch eine bisher nur in Teilbereichen aufgearbeitete Präsenz des Französischen unter den sozialen Eliten aus. Wie neuere Forschungen von Pierre-Yves Beaurepaire, Marc Fumaroli, Edgar Mass, Annett Volmer oder Jürgen Voss belegen, ist die Präsenz des Französischen in den deutschen Staaten als Kommunikations- und Schriftsprache in den größeren Kontext der kulturellen Hegemonie Frankreichs im Europa der Zeit 1700-1815 einzuordnen. Diese Dominanz offenbarte sich in vielen Bereichen: neben der Literatur und Publizistik auch in der Wissenschaft, Kunst, Architektur, Mode, Wohnkultur oder in der Tanzkunst sowie – vor allem während der revolutionären und Napoleonischen Epoche – in der Administration und Organisation des Militärwesens.

Im Zentrum der Tagung stehen folgende Fragestellungen und Ziele:
- erstens anhand eines repräsentativen und umfangreichen Textkorpus die Rolle der frankophonen Schrift- und Buchkultur in den deutschen und österreichischen Territorien des Zeitraums 1700-1815 zu untersuchen;
- zweitens Gattungsstrukturen innerhalb des untersuchten Korpus aller frankophonen Almanache zu konkretisieren und zu typologisieren;
- drittens die Rolle und soziokulturellen Profile von Mittlerfiguren wie den Verlegern, Journalisten und Übersetzern und Redakteuren der frankophonen Almanache systematisch zu beschreiben und im Rahmen exemplarischer Fallstudien zu vertiefen;
- viertens Themenschwerpunkte und Diskursformen der im deutschen Sprachraum verlegten frankophonen Almanache, auch kontrastiv im Vergleich zu den französischen Vorbildern, zu analysieren sowie
- fünftens anhand interkultureller Transfer- und Rezeptionsprozesse zu exemplifizieren, welches Text- und Bildmaterial in welcher Form von den französischen Vorbildern übernommen und in welcher Weise es im Hinblick auf den Rezeptionskontext des deutschen Sprach- und Kulturraums übersetzt, adaptiert oder verändert wurde.

Eine quellenorientierte, theoretisch reflektierte Analyse der französischsprachigen Almanachkultur im Alten Reich trägt entscheidend dazu bei, die Vorstellung von einer deutschen Aufklärung auf den Boden der Tatsachen zu holen, die Realität der interkulturellen Korrelationen der europäischen Literaturen wieder ins Bewusstsein zu heben und aufzuzeigen, dass die beschriebenen Phänomene alles andere als Randphänomene sind. Der Blick auf den interkulturellen Kontext der frankophonen Almanachliteratur im deutschen Sprachraum ermöglicht es, lokale oder regionale mit transnationalen Untersuchungsperspektiven komparatistisch zu verknüpfen und die Kommunikation zwischen den Kulturen und Sprachen am Beispiel eines europäischen Leitmediums zur Zeit der Aufklärung, Klassik und Romantik zu konkretisieren.
Kontakt:

Prof. Dr. York-Gothart Mix
Wilhelm-Röpke-Straße 6a
35032 Marburg
+49 (0)6421 28-24656 [Sekretariat]
+49 (0)6421 28-28973
mix@staff.uni-marburg.de
URL: http://www.uni-saarland.de/de/campus/fakultaeten/professuren/philosophische-fakultaet-ii/romanistik/professuren-fr-42-romanistik/prof-dr-hans-juergen-luesebrink/dfg.html
URL zur Zitation dieses Beitrages http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=14267

Donnerstag, 10. Juni 2010

Konferenz Privatbibliotheken im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit

Alfried Krupp Wissenschaftskolleg
22.09.2010-24.09.2010, Greifswald
Deadline: 13.09.2010

Private Büchersammlungen sind eines des brisantesten Themen der aktuellen kulturpolitischen Diskussion in Deutschland. Die baden-württembergische 'Markgrafen-Affäre' um den geplanten Verkauf überaus wertvoller historischer Handschriften und Drucke aus der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe rückte die Problematik im Herbst
2006 erstmals in den Blick einer größeren Öffentlichkeit. Dieser und andere aktuelle Fälle lenken die Aufmerksamkeit auf ein wenig bekanntes, jedoch überaus bedeutsames Segment unseres kulturellen und historischen
Erbes: auf die Privatbibliothek. So stellen ehemalige Privatbibliotheken den Kern und oftmals den Hauptteil der historischen Büchersammlungen, die heute zu den wertvollsten Bestandteilen vieler größerer wie kleinerer öffentlicher Bibliotheken zählen.

Die Tagung möchte einen vertieften Zugang zur Geschichte dieser "Paläste der Gelehrsamkeit" eröffnen. Thematisiert werden sollen einerseits die Qualität und Quantität der verschiedenen Typen privater Bibliotheken, andererseits die spezifischen Bedingungen ihrer Überlieferung und ihres Erhalts. Ebenso im Zentrum steht die Frage nach dem Nutzen der Untersuchung privater historischer Buchbestände für die moderne Wissenschaft.

Eingeladen sind VertreterInnen aller historisch-philologischen Wissenschaftsdisziplinen, die mit überlieferungs-, bildungs- oder ideengeschichtlicher Perspektivierung im Bereich Spätmittelalter / Frühe Neuzeit arbeiten, darüber hinaus alle an der Thematik Interessierten.

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Oliver Auge (Kiel)
Dr. Falk Eisermann (Berlin)

Information und Anmeldung:
Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald
D-17487 Greifswald
Tel.: 03834/86-19029
e-Mail: tagungsbuero@wiko-greifswald.de

Bitte melden Sie sich über unser Online-Formular an:
www.wiko-greifswald.de/anmeldung

Anmeldungen werden bis zum 13. September 2010 erbeten.

Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben.




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Mittwoch, 22. September 2010

18.30 Uhr - 19.00 Uhr
Begrüßung durch die Wissenschaftliche Direktorin des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs und Einführung in das Thema der Tagung durch die Tagungsleiter

19.00 Uhr
Öffentlicher Abendvortrag
Adelsbibliotheken in Geschichte und Gegenwart Dieter Mertens (Freiburg)
Moderation: Oliver Auge (Kiel)

20.30 Uhr
Empfang im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg


Donnerstag, 23. September 2010

Regionale Aspekte
Moderation: Monika Unzeitig (Greifswald)

9.00 Uhr - 9.45 Uhr
Privater Buchbesitz im spätmittelalterlichen Greifswald Jürgen Geiß-Wunderlich (Berlin)

9.45 Uhr - 10.30 Uhr
Regionale Buchmärkte und privater Bücherbesitz in Dänemark und Schweden im langen 16. Jahrhundert Wolfgang Undorf (Stockholm)

10.30 Uhr - 11.00 Uhr
Kaffeepause

11.00 Uhr - 11.45 Uhr
The Formation of British Private Libraries c. 1450-1550 Margaret Lane Ford (London)

11.45 Uhr - 12.30 Uhr
Privatbibliotheken als Quelle der Überlieferungsgeschichte Frank Fürbeth (Frankfurt am Main)

12.30 Uhr - 14.30 Uhr
Mittagspause

Gruppenspezifische Aspekte: Fallstudien (I)
Moderation: Falk Eisermann (Berlin)

14.30 Uhr - 15.15 Uhr
Buchbesitz von Pfarrern im späten Mittelalter Enno Bünz (Leipzig)

15.15 Uhr - 16.00 Uhr
Hermann Schedel (1410 -1485) und seine Büchersammlung Franz Fuchs (Würzburg)

16.00 Uhr - 16.30 Uhr
Kaffeepause

16.30 Uhr - 17.15 Uhr
Stadtschreiberbibliotheken im deutschen Spätmittelalter Volker Honemann (Berlin/Münster)

17.15 Uhr - 18.00 Uhr
Privatbibliotheken von frühmodernen Astronomen und Mathematikern:
Versuch einer Bestandsaufnahme
Richard Kremer (Hanover, USA)


Freitag, 24. September

Gruppenspezifische Aspekte: Fallstudien (II)
Moderation: Oliver Auge (Kiel)

9.00 Uhr - 9.45 Uhr
Privater Bücherbesitz bei den aschkenasischen Juden in Mittelalter und früher Neuzeit Lucia Raspe (Frankfurt am Main)

9.45 Uhr - 10.30 Uhr
Bücher(sammlungen) in Frauenhand
Eva Schlotheuber (Münster)

10.30 Uhr - 11.15 Uhr
Kaffeepause

Sammlungs- und Besitzgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart (I)
Moderation: Bettina Wagner (München)

11.15 Uhr - 12.00 Uhr
Bücher im Bild: Die kleine Handbibliothek in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Darstellungen Peter Schmidt (München)

12.00 Uhr - 12.45 Uhr
Aus Privat wird Öffentlich - die Entstehung öffentlicher Bibliotheken in der frühen Neuzeit Marian Füssel (Göttingen)

12.45 Uhr - 14.00 Uhr
Mittagspause

Sammlungs- und Besitzgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart (II)
Moderation: Felix Heinzer (Freiburg)

14.00 Uhr - 14.45 Uhr
Incunabels in Colonial North America
Paul Needham (Princeton)

14.45 Uhr - 15.30 Uhr
Privatbibliotheken und Klosterbibliotheken in Südwestdeutschland (15./16. Jahrhundert) Armin Schlechter (Speyer)

15.30 Uhr - 16.00 Uhr
Kaffeepause

16.00 Uhr - 17.00 Uhr
Beichlingen, Erxleben, Stolberg - Adelsarchive als Zugang zu frühneuzeitlichen Privatbibliotheken / Restitutionsproblematik mitteldeutscher Archiv- und Bibliotheksbestände Christoph Volkmar (Wernigerode) / Ulrike Höroldt (Magdeburg)

17.00 Uhr
Abschlussdiskussion
(Moderation: Oliver Auge/Falk Eisermann)


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Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald

Martin-Luther-Straße 14
D-17489 Greifswald

03834/86-19029
03834/86-19005
tagungsbuero@wiko-greifswald.de

Homepage

URL zur Zitation dieses Beitrages

Dienstag, 1. Juni 2010

Konferenz Paperwork: Writing (in) Books 1650-1850

Organized by Isabelle Charmantier (Exeter), Cornelia Ortlieb (Berlin) and Staffan Müller-Wille (Exeter) in cooperation with the Research Initiative »Knowledge in the Making.« Funded by the Max Planck Society and the Wellcome Trust., Berlin 17.06.2010, Max Planck Institute for the History of Science, Conference Room, Boltzmannstraße 22, 14195 Berlin

It is a well-known paradox that the printing revolution produced more manuscripts then ever before: notes in the margins of printed works, commonplace books, and other forms of compiling notes and excerpts, letters communicating thoughts on readily available works, all of these and more contributed to an explosion not only of handwritten material derived from new publications, but, in turn, also of printed material issued from these collections of manuscript notes. The fluctuating frontiers between manuscript and print bring to mind the physics of connected vessels, and in the case of early modern Europe, of ever larger vessels. What has been described as information overload by Ann Blair and Brian Ogilvie was in fact the consequence of this growing interaction between print and manuscript. The techniques of »paperwork«
(Latour) that were developed to deal with growing amounts of information were after all the same techniques that nurtured further growth.

This workshop aims to explore the many ways in which writing was done in early modern Europe. By bringing together scholars from different disciplines such as the history of the book, of information technologies, of print culture, or history of natural history, we hope to extract some interesting and challenging conclusions about the act of writing in the late seventeenth and eighteenth centuries.



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Thursday June 17, 2010

9:30 Welcome address

10:00-11:30
James Delbourgo (Rutgers University):
Master of Scraps: Hans Sloane's Paper Empire

Isabelle Charmantier/Staffan Müller-Wille (Exeter):
Carl Linnaeus' Literary Assembly Line

Chair: Christoph Hoffmann/Barbara Wittmann

11:30-12:00 Coffee break

12:00-13:30
Marie-Noëlle Bourguet (Paris):
Seeing/Writing the World: Naturalist Travellers at Work (18th-19th
Centuries)

Ursula Klein (Berlin): Comment

Chair: Staffan Müller-Wille

13:30-14:30 Lunch break

14:30-16:00
Christine Haug (München):
Books in the Trade around 1800: Aspects of Production, Equipment, and Sale

Elisabeth Décultot (Paris):
Winckelmann's Manuscript Library: A Collection of Excerpts between Reading and Writing

Chair: Cornelia Ortlieb

16:00-16:30 Coffee break

16:30-18:00
Davide Giuriato (Frankfurt am Main):
Marginalia and Note-Taking: Two Different Techniques of Reading?

Jeffrey Schwegman (Berlin): Comment

Chair: Isabelle Charmantier

18:00-18:30 Final discussion

19:30 Dinner


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Barbara Wittmann

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstraße 22,
14195 Berlin



wittmann@mpiwg-berlin.mpg.de

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